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Der Norden
Der Norden besitzt relativ einheitliche geografische Merkmale. Den größten Teil beansprucht das Amazonastiefland, das sich aus abgelagerten Sedimentschichten herausgebildet hat. Von den Ufern des Amazonas aus lassen sich drei verschiedene Geländestufen ausmachen: Die niedrigste ist der sumpfige "Igapó", darüber erhebt sich die "Várzea", die nur in Hochwasserzeiten überflutet wird, und noch höher schließlich die "Terra Firme", das vor Überschwemmungen sichere Festland.
Der Nordosten
Der Nordosten läßt sich geographisch in drei verschiedene Zonen einteilen. Die erste ist der bis zu 60 km ins Hinterland reichende Küstenstreifen "Litoral Oriental", eine junge Sedimentebene mit vielen Buchten, Inseln, Dünen, Lagunen und Riffen. Daran angrenzend erstreckt sich der "Agreste", ein Hochplateau mit Erhebungen bis zu 700m, steil abfallenden Hängen, steinigem Boden und spärlicher Vegetation. Weiter westlich schließlich liegt die Halbwüstenzone des "Sertão", die 60% des Nordostens ausmacht. Sie besteht hauptsächlich aus kristallinem, steinigem Gelände, das von anhaltenden Dürreperioden gekennzeichnet und bis auf die strauchartige "Caatinga" sehr karg ist. Im Nordosten ist zu unterscheiden zwischen dem Küstengebiet und dem Sertão.
Der Mittlere Westen
Die hier dominierenden wellenförmigen Hochplateaus haben insgesamt eine geringere Höhe, abgesehen von der bis auf über 1.500m ansteigenden Hochebene der Chapada dos Veadeiros im Bundesstaat Goiás. Die Hochebene von Mato Grosso ist zugleich Wasserscheide zwischen dem Amazonasbecken und dem Becken des Rio Paraná-Paraguay, die Flüsse der Region führen stets in die eine oder andere Richtung. Nur drei Gebiete des Mittelwestens sind Tiefebenen, das Pantanal, die Araguaia-Niederung und die Xingu-Niederung. Die Vegetation wird von "Campos Cerrados - Savannengebiet" beherrscht.
Der Südosten
In geographischer Hinsicht ist sie wie der Nordosten ebenfalls nicht einheitlich. Die am tiefsten gelegenen Küstenstriche zwischen Bahia und Santa Catarina werden "Restinga" genannt. Charakteristisch sind jedoch die "Serras", Hügellandschaften mit einer Höhe von durchschnittlich 800-1.000m. Von Süden nach Norden erstreckt sich zunächst die in Küstennähe befindliche "Serra do Mar", in nördlicher Richtung landeinwärts schließt sich die "Serra da Mantiqueira" an und noch weiter nördlich die "Serra do Espinhaço". Die verschiedenen Serras sind oft durch Flüsse getrennt, der größte im Südosten beginnende Fluß ist der Rio São Francisco.
Der Süden
Der Süden besteht überwiegend aus einem Hochplateau, durchbrochen von vielen Flußläufen und Tälern. Westlich der küstennahen "Serra do Mar" erstreckt sich eine durchschnittlich 500m erreichende Hochebene. Weiter südlich wird das Küstengebirge immer flacher und weicht der "Campanha Gaúcha - der Pampa".
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