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Größe:
8.511.996 qkm
Hauptstadt:
Brasilia
Bevölkerung:
ca. 165 Mio.
Nationalhymne:
Text und Musik
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Der größte Teil der 7.200 km langen Atlantikküste Brasiliens besteht aus
Sandstränden und engen, fruchtbaren Küstenebenen, die von kleinen Hügeln
übersät sind. Im Süden werden sie von Ausläufern der Serra do Mar abgelöst.
Dieses Küstengebirge ist eigentlich der Rand des Brasilianischen Plateaus. Im
Süden liegt das leicht gewellte Plateau von São Paulo bis beinahe nach Porto
Alegre größtenteils unter Lavastreifen, die allmählich nach Westen auf die
Ebenen des Paraguay abfallen.
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Nach Norden erstreckt sich von den Quellen des Paraguay bis zu den Bergen von
Minas Gerais das brasilianische Zentralplateau. Dieses Tafelland besteht aus
einer alten Landoberfläche, die erst auf Seehöhe abgewaschen und dann
angehoben wurde. Der größte Teil ist flach, auch wenn das Tafelland bis zu
1.200 m über dem Meeresspiegel liegt, wie zum Beispiel in der Gegend um
Brasília.
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Etwa auf halber Strecke von Brasília zur Küste geht die Landschaft in ein
niedriges, aber felsiges Bergland über. Der höchste Gipfel dieser Berge ist
der Serra do Espinhaço auf der Westflanke der ertragreichsten Bergbauregion
Brasiliens.
Diese Gegend liefert nicht nur Eisen, Mangan, Blei, Zink und
Aluminiumerze, sondern auch Quarzkristall, Muskovit, Diamanten, Gold und 90
Prozent der Weltproduktion an Halbedelsteinen. 32 km östlich von Belo Horizonte
wurden aus der Morro Velho-Mine seit ihrer Betriebsaufnahme im Jahre 1834 Gold
im Wert von über 250 Mio. Dollar gefördert. Anfang der achtziger Jahre bestand
die Mine aus einem Netz von Tunneln, die von einem der tiefsten Minenschächte
der Welt ( fast 2.700 m) ausgingen.
Der Bergbau setzt sich bis zu den Stränden von Espírito Santo und südlich
von Bahia fort. Es gibt Vorkommen von Zirkonium, Titan und Monazitsanden.
Letztere, wichtig für die Gewinnung von Cer und Thorium, wurden aus den alten
Felsen der Serra do Mar ausgewaschen. Das Gebirge ist eines der imposantesten in
dieser Region. Einer der höchsten Gipfel der Serra do Mar, der Pico do
Itatiaia, erreicht 2.787 m Höhe und bildet die Kulisse eines landschaftlich
schönen Nationalparks an der Grenze der Bundesstaaten Rio de Janeiro und Minas
Gerais.
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In Zentralbahia wird die Serra do Mar immer niedriger, bis Salvador, wo sie
nur noch eine niedrige Felsstufe ist, die die beiden Ebenen der Stadt
voneinander trennt. Von diesem Punkt an ins Landesinnere und nach Nordosten an
der Küste entlang bildet eine abwechslungsreiche Landschaft mit niedrigen
Granitfelsblöcken, Sedimentzügen und Tafelbergen einen krassen Gegensatz zu
den sanft gewellten Becken.
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An der brasilianischen Nordgrenze zu Französisch Guyana, Surinam, Guyana und
Venezuela befindet sich ein weiteres angehobenes Tafelland, das dem des
Zentralplateaus ähnelt. Die beiden bildeten früher einmal eine Fläche, wurden
aber voneinander getrennt, als ein Block der Erdkruste nach unten glitt und
einen Graben bildete. Durch diese Kluft fließt heute der Amazonas in den
Atlantik. 1.600 km flußaufwärts, bei Manaus, verbreitert sich die
Amazonas-Tiefebene zu einem weiten Becken, in dem sich früher einmal ein
Binnensee befand, der nach Süden am Paraguay entlang entwässert wurde. Der
Grund des alten Sees war bedeckt mit Sedimenten, in die der Amazonas und seine
Nebenflüsse nun ihr heutiges Bett gegraben haben. Die Böden in Teilen der
Amazonasebene oberhalb des Flußtales sind nicht fruchtbar, da die organischen
und anorganischen Nährstoffe von den heftigen tropischen Regenfällen stetig
ausgelaugt wurden. Das Land in den flußnahen Tälern wird jedes Jahr
überschwemmt, wenn die starken Regengüsse auf dem Zentralplateau und in den
Anden den Wasserspiegel anheben. Dann verbessern frische Schlickablagerungen
wieder die Fruchtbarkeit dieser Überschwemmungsebenen (Várzeas), die schon
seit Jahrtausenden für die Landwirtschaft genutzt werden.
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